Zeitgenössische Kunst und liturgisches Gewand

Diese zwei Welten lassen sich nicht so leicht zusammenbringen. Was wohl an einer schon lange währenden, misslichen Tradition von Mittelmaß und ästhetischer Belanglosigkeit bei der Gestaltung liturgischer Gewänder liegen mag. Letztlich haben Kunst und Kirche in den letzten Jahren selten zusammengefunden, auch wenn das Gegenteil unablässig behauptet wurde

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. Dabei hat es sie doch gegeben, die großen Vorbilder, etwa eines Henri Matisse aus der Mitte des 20. Jhs., der mit seinen großflächigen Entwürfen in der Form von Scherenschnitten – selbst schon Kunstwerke höchsten Ranges – gleich eine Serie von Messgewändern mit einer komplexen Gestaltung in zumeist lebhaften Formen, starken Kontrasten und leuchtender Farbigkeit geschaffen hat. Es sind solche Werke eines Klassikers der Moderne, weshalb auch in der Folgezeit Künstler immer wieder das liturgische Gewand auf sehr unterschiedliche Weise zu ihrem Thema gemacht haben: Jeweils aus ihrem eigenen Schaffen heraus haben sie Gewänder für die Liturgie gestaltet oder nach ihren Entwürfen ausführen lassen. Auch Edith Ostendorfs Arbeiten, ihre meisterhafte Bildstickerei, gehören mit Sicherheit zu den herausragenden Werken.

Seit den 1990er Jahren sind in den Kölner Werkstätten Wefers Gewänder von unterschiedlich arbeitenden Künstlern wie James Brown, Wanda Casaril, Eduardo Chillida, Paolo D‘Orazio, Wilfried Gies, Clemens Kaletsch, Markus Lüpertz, Georg Meistermann, Wally Schulz oder Leo Zogmayer realisiert worden – um nur die Künstlern mit den intensivsten Kontakten aufzuführen
. 2000 hat eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Künstler Christof Cremer begonnen, der, als Kostüm- und Bühnenbildner vom Theater kommend, das theatrum sacrum als besondere Gestaltungsaufgabe aufgegriffen hat. Seine Merkmale sind Eleganz und Zeichenhaftigkeit ohne übertriebene Symbolik
. Wichtig sind ihm Plastizität in Schnitt und Material, Besonderheiten, die sich bei der Gestaltung des Libori-Ornates auch in den außergewöhnlichen Seidengeweben in einer besonderen Webtechnik mit Reliefcharakter im Verlauf der eingewebten „Strahlen“ zeigen. Festlichkeit und Schlichtheit finden hier zusammen. Die Reduktion der Gestaltung mit der Wahl eines Ausschnitts führt keinesfalls ins Plakative, sondern die vermeintliche Beschränkung eines pars pro toto erlaubt erst das sich verstärkende Nebeneinander des Pfauen-Motivs. Die neuen Gewänder für den Heiligen Liborius ermöglichen, die Tradition in einem großen Fest weiterzuleben, indem sie – ganz zeitgenössisch – den würdigen Bezug zur feierlichen Besinnung auf Entstehungslegende und historische Wurzeln von Dom und Stadt Paderborn herstellen.

Wolfgang Stracke

Paramentenhaus Wefers