atelier christof cremer

Christof Cremer ist ein international tätiger Kostüm- und Bühnenbildner sowie Szenograf. Der in Deutschland geborene Künstler leitet ein interdisziplinäres Atelier in Wien und entwickelt gemeinsam mit einem multiprofessionellen Team vielfältige künstlerische Projekte. Das Atelier verbindet künstlerische, wissenschaftliche und technische Kompetenzen, um Inhalte in räumliche und visuelle Gestaltung zu übersetzen.

In Zusammenarbeit mit Kurator:innen, Historiker:innen, Kunsthistoriker:innen und Expert:innen aus Kunstgeschichte, Grafik, Fotografie, Illustration, Architektur, Multimedia und Bühnenbau entstehen Konzepte und Realisierungen für Museen und Ausstellungen, Gedenkorte und Erinnerungskultur, große europäische Bühnen, festliche Inszenierungen sowie Projekte im Bereich der sakralen Kunst.

Inhalte in Form übersetzen – eine Metamorphose

Salomé, Oper von Richard Strauss, Opéra National Capitole Toulouse Premiere: 22.05.2026 Foto: Cosimo Mirco Magliocca

THEATER

Bühne und Kostüm beflügeln das Spiel

Ob Musik- oder Sprechtheater, Musical, Operette, Ballett oder Tanz – unsere Bühnenbilder und Kostüme für zahlreiche europäische Theater sind immer integraler Bestandteil eines theatralen Gesamtkonzepts. Im Zusammenspiel von Musik, Raum, Kostüm und der Ausdruckskraft der Künstler:innen entstehen eindringliche Bilder und magische Momente.
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Salomé

Oper von Richard Strauss
basierend auf dem gleichnamigen Drama von Oscar Wilde
Opéra National Capitole Toulouse
Premiere: 22. Mai 2026
 

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Inszenierung: Matthias Goerne
Bühnenbild: Hernán Peñuela
Kostüme: Christof Cremer
Licht: Vinicio Cheli
Choreographie: Beate Vollack

Besetzung:
Salome: Nicole Chevalier/ Florina Stucki; Johanaan: Jerome Boutillier; Herodes: Nikolai Schukoff; Herodias: Sophie Koch; Narraboth: Favien Hyon; ein Page: Floriane Hasler; 1. Jude, Damien Bigourdan; 2. Jude Emmanuel Hasler; 3. Jude Alfredo Poesina; 4. Jude: Zachary McCulloch; 5. Jude und Kappadozier: Baptiste Bouvier; 1. Soldat: Julien Véronèse; 1. Nazarener und 2. Soldat Matthieu Toulouse; 2. Nazarener: Hun Kim; eine Sklavin: Katharina Semmelbeck

© Copyright: Photographs by Cosimo Mirco Magliocca
https://www.mircomagliocca.com/

Opéra National Capitol Toulouse
https://opera.toulouse.fr/

 

Der Ignorant und der Wahnsinnige

Drama von Thomas Bernhard
Festspiele Reichenau

 
Premiere: 21. Juli 2024
 

Regie: Hermann Beil
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Licht: Marcus Loran
Dramaturgie: Angelika Messner

© Fotos: Barbara Palfy

 

Besetzung:
Königin der Nacht: Julia Stemberger
Vater: Martin Schwab
Doktor: Stefan Jürgens
Frau Vargo: Therese Affolter
Kellner Winter: Dirk Nocker

 

Link Festspiele Reichenau:

https://www.festspiele-reichenau.at/de/spielplan/der-ignorant-und-der-wahnsinnige/3088

Der böse Geist Lumpazivagabundus oder das liederliche Kleeblatt

Zauberposse mit Gesang in 3 Akten
Von Johann Nepomuk Nestroy
Festspiele Reichenau

 
Premiere: 04. August 2024
 

Regie: Robert Meyer
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Licht: Friedrich Rom
Musik: Helmut Thomas Stippich
Dramaturgie: Angelika Messner

© Fotos: Barbara Palfy

Besetzung:
Leim, ein Tischlergesell: Thomas Frank
Zwirn, ein Schneidergesell: Florian Carove
Knieriem, ein Schustergesell: Robert Meyer
Lumpazivagabundus: Sebastian Wendelin
Stellaris/ Pantsch/Hobelmann/Hackauf: Franz Xaver Zach
Fortuna/ Gertraud/Signora Palpiti: Brigitte Kren
Brillantine/Peppi/Laura: Elisabeth Schwarz
Amorosa/ Sepherl/ Anastasia/Camilla: Veronika Glatzner
Mystifax/Strudl/Ein Maler: C.C. Weinberger
Hilaris/Bedienter: Julius Dörner
Fludribus/ Fassel/Herr von Windwachl: Johannes Deckenbach
Picksüßes Hölz´l: David Stippich
Kontragitarre: Maria Stippich


 

Link Festspiele Reichenau:

https://www.festspiele-reichenau.at/de/stuecke/lumpazivagabundus/1252

Die Präsidentinnen

3 Szenen
Von Werner Schwab
Festspiele Reichenau

 
Premiere: 07. Juli 2023
 

Inszenierung: Cornelia Maria Rainer
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Angelika Messner

Besetzung:
Erna: Maria Happel
Grete: Johanna Arrouas
Mariedl: Therese Affolter

 

© Fotos: Barbara Palfy

 

Link Festspiele Reichenau:

https://www.festspiele-reichenau.at/de/spielplan/die-praesidentinnen

Einen Jux will er sich machen

Posse mit Gesang in 3 Akten
Von Johann Nepomuk Nestroy
Festspiele Reichenau

 
Premiere: 01. Juli 2023
 

Regie: Robert Meyer
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Licht: Friedrich Rom
Musik: Miloš Todorovski
Dramaturgie: Angelika Messner

Besetzung:
Robert Reinagl: Zangler, Gewürzkrämer
Alexandra Schmidt: Marie, dessen Nichte
David Oberkogler: Weinberl, Handlungsdiener
Paula Nocker: Christopherl, Lehrjunge
Elfriede Schüsseleder: Frau Gertrud, Wirtschafterin
Robert Meyer: Melchior, ein Hausknecht
Kaspar Simonischek: August Sonders
Karin Lischka: Madame Knorr, Modehändlerin
Maxi Blaha: Frau von Fischer, Witwe
Mercedes Echerer: Fräulein von Blumenblatt
Philipp Stix: Kraps/Brunninger/Kellner
C.C. Weinberger: Hupfer/Lohnkutscher/Rab
Katharina Elisabeth Stefan: Philippine/Lisette

© Titelbild: Illustration Jovan Sertic

 

Link Festspiele Reichenau:

https://www.festspiele-reichenau.at/de/spielplan/einen-jux-will-er-sich-machen

Toybox

Tanzstück von Johnny Lloyd
Oper Köln
Premiere: 09.Februar 2019

Musik: Sven Kacirek
Choreographie und Inszenierung: Johnny Lloyd
CO - Choreographie: Marion Zurbach
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Licht: Philipp Wiechert

Weitere Informationen

© Entwurf: Christof Cremer

© Photos: Paul LeClaire

La voix humaine

Die menschliche Stimme
Monooper von Francis Poulenc
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Landestheater Coburg
Premiere: 13. Mai 2017
 

Musikalische Leitung: Hannes Krämer
Inszenierung: Tobias Materna
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer

weitere Informationen / Aufführungstermine

© Entwurf: Christof Cremer, Visualisierung: Boris Pavlovski

Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit

BaRock-Oper von Christian Kolonovits
Libretto von Angelika Messner

Volksoper Wien
Premiere: 3. Juni 2017
 

Musikalische Leitung: Christian Kolonovits
Inszenierung: Robert Meyer
Kostüm- und Bühnenbild: Christof Cremer
Choreographie: Florian Hurler

SAKRALES

Einheit von Raum, Kult und Gewandung

Die Würde des Heiligen Spiels soll sich in liturgischen Feiern in Stil, Form und Farbe der sakralen Gewänder und Geräte widerspiegeln. Wir beschäftigen uns intensiv mit sakraler Kunst und realisieren individuelle Konzepte für sakrale Räume, neue liturgische Gewandung sowie die künstlerische Gestaltung sakraler Bücher.
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PARAMENTE – Artikel zu den sakralen Arbeiten des Ateliers Christof Cremer in „Das Münster“

Interview mit Christof Cremer 
in "Das Münster", Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft
Verlag Schnell & Steiner, Regensburg
Ausgabe 2/2026, erschienen im Juli 2026

Autor: Martin Matl

>> hier können Sie den ganzen Artikel lesen (PDF)

 

 

 

Gestaltung der Evangeliare für die deutschsprachigen Bischofskonferenzen – Künstlerausgabe

Evangeliar zur Feier der Heiligen Messe
Künstlerisches Gesamtkonzept:
Atelier Cremer

Grafik:
Atelier Oppermann
juliaoppermann.com

Illustrationen:
Atelier Christof Cremer / Christof Cremer, Julia Oppermann

3D Visualisierungen
Atelier Christof Cremer / Christopher Gruber

Künstlerausgabe:

Verlag der Buchhandlung Walther König GmbH & Co KG
buchhandlung-walther-koenig.de

Waldburger Stickerei Manufaktur
waldburgerstickerei.ch

Buchbinderei Brosche GmbH
buchbinderei-brosche.at

Kunstspengler & Gürtler Ludwig Kyral
kyral.at

Buchhandelsausgaben:

Verlegergemeinschaft Liturgie Herder Freiburg . Verlag Katholisches Bibelwerk Stuttgart . Paulus Einsiedeln . Friedrich Pustet Regensburg . St. Peter Salzburg . Veritas Linz . Wiener Dom Verlag Herstellung: Friedrich Pustet GmbH & Co. KG, Regensburg









 

Apollinaris Ornat

Für St. Lambertus Düsseldorf
 
von Christof Cremer
 

Das Apollinaris Fest / die Apollinaris Kirmes in Düsseldorf führt viele unterschiedliche Menschen mit Ihren Lebensläufen zusammen. Gläubige, BesucherInnen der Kirmes, SchaustellerInnen, DüsseldorferInnen. Ihre unterschiedlichen Lebenslinien treffen sich  im Kreuz in Christus und bilden gleichsam die Querbalken des Kreuzes. Dies erzählen meine liturgischen neuen Gewänder für diesen Anlass.

 

 

 
© Entwurf: Christof Cremer; Illustrationen: Andrea Költringer;
Realisierung: Paramentenhaus Wefers Köln

Martinsornat

Für den Dom St.Martin Rottenburg
 
von Christof Cremer
 

Konzeptioneller Ansatz – Ein Entwurf für das 21. Jahrhundert

„Martin erinnert uns unablässig daran: Die Kirche ist eine diakonische, eine helfende und heilende Kirche. ... In Martin lebt Jesus selbst auf, der ruft, ihm nachzufolgen und in seiner Spur zu handeln. ... Die Ausstrahlung der Kirche ... ist niemals unabhängig von ihrer wahrnehmbaren und wahrgenommenen Gestalt, vom konkreten Lebens- und Praxisstil, in welchem sich der in ihr herrschende Geist ausdrückt.“ (Gebhard Fürst, Martin von Tours, Ikone der Nächstenliebe, S 111 ff.)

Sulpicius Severus beschreibt in seinem Lebensbericht über Martin anschaulich die Nächstenliebe Martins, als dieser am Tor von Amiens einem Armen die Hälfte seines Mantels schenkt. „Als es Nacht geworden war und er (Martin) sich dem Schlafe hingegeben hatte, erschien ihm Christus, angetan mit dem Teil des Mantels, den er dem Armen gegeben hatte. ... Wahrlich, der Herr gedachte der Worte, die er einst vorhergesagt: Was ihr einem der Geringsten getan, das habt ihr mir getan.“ (Martin von Tours, Lebensbericht von Sulpicius Severus; Hrsg. Joachim Drumm, S 25)

Diese Gedanken greift der vorliegende Entwurf für einen „Martins-Ornat“ auf und übersetzt sie künstlerisch. Im Teilen, im Zerschneiden des Mantels wird die helfende und heilende Kirche, die sich in ihrem Tun auf Christus beruft und von seinem Tun geleitet wird, sichtbar. Und in und durch die handelnde Kirche wird Christus selbst sichtbar, spürbar, erfahrbar, ja begreifbar.

Papst Franziskus wird nicht müde, die Kirche – also die vielen Menschen, die sich zu dieser Kirche bekennen – aufzurufen, zu drängen, sich den Wehrlosen, den Schwachen, den Geringsten zuzuwenden und – gleichsam wie Martin – die Mäntel zu teilen. Martin ein Vorbild für das 21. Jahrhundert, in dem so viele so wenig haben, in dem so viele auf die Zuwendung anderer angewiesen sind. Wo Menschen teilen dort wird Christus das Licht der Welt sichtbar.

Das Gewand, das bei Martin – neben dem realen, wärmespendenden Mantel für den Bettler – darüber hinaus eben auch zum allgemeinen Symbol für Nächstenliebe und Teilen schlechthin geworden ist – und dies seit nunmehr eineinhalbtausend Jahren mit einer beeindruckenden Wirkungsgeschichte im weltweiten Christentum – dieses geteilte Gewand soll in den Entwürfen zum Martinsornat nun selbst sinnfälliges Zeichen in Form und Gestaltung werden.

Vorwort von Bischof Gebhart Fürst

„Gewänder des Heils“ von Wolfgang Urban

„Zeitgenössische Paramente - Martinsornat als Beispiel“ von Wolfgang Stracke

 

weiterführende Links:

Vollbibel für den 102. deutschen Katholikentag in Stuttgart

 
© Entwurf: Christof Cremer; Illustration: Andrea Költringer

Gestaltung der Vollbibel für den 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart

 

















Für den 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart habe ich eine Vollbibel gestaltet. Die Umschlaggestaltung zeigt auf der einen Seite das Kreuz Christi für das Neue Testament, aber auch in stilisierter Form den Anfang des Buch Genesis auf Hebräisch. Das Textbild ist in ein goldenes Dreieck gesetzt. Dieses Dreieck bildet die Brücke zu dem von mir gestalteten Martins-Ornat für den Dom zu Rottenburg, der ebenfalls in den Gottesdiensten getragen wird. Der Leitgedanke hier ist, im Teilen des Mantels wird die Barmherzigkeit Gottes sichtbar. Den Akt des Teilens habe ich versucht in diesen Gewändern fest zu halten.

Weiterführende Links:












Martins-Ornat für den Dom zu Rottenburg

Einbandgestaltung: atelier cremer / Christof Cremer, Julia Oppermann
© Visualisierung: Christopher Gruber
© Illustration Ornat: Andrea Költringer
© Fotos Vollbibel: Klaus Krämer

Liborius Ornat

Für die hohe Domkirche zu Paderborn
 
von Christof Cremer
 

KONZEPTIONELLER ANSATZ

Neben der Auseinandersetzung mit dem Leben des hl. Liborius, der über ihn erzählten Legenden sowie der bekannten Beschreibung der Überführung der Gebeine des Heiligen von Le Mans nach Paderborn – in deren Zentrum ein Pfau steht – bilden die konkreten Texte der Liturgie des Liborifestes und das Studium des liturgischen Raums, für den die nun vorliegenden Gewänder konzipiert sind, die Basis meiner Arbeit. Die Beschäftigung mit der Strahlkraft des Liborifestes, das auch ein Symbol für die Kraft des christlichen Glaubens und dessen Sitz im Leben von uns Heutigen ist, war für mich bedeutsame Grundlage für die künstlerische Gestaltung des Ornates. In der Präfation vom Heiligen Liborius wird gebetet: „... Denn er (Christus) sandte den heiligen Liborius, das Evangelium der Erlösung zu verkünden und die Herzen der Menschen zu erleuchten mit dem Licht des Glaubens. Dem Beispiel Christi, des guten Hirten, folgend, mühte er sich um die ihm anvertraute Herde. ...“ Es ist eine frohe, frohmachende Botschaft, die uns treffen und betreffen will. Die Botschaft von der unsagbaren Liebe Gottes zu seiner Schöpfung, zu uns Menschen. Und es ist die Tatsache, dass Christus uns in diesem Leben nicht alleine lässt, sondern, wie ein guter Hirte, bei uns, um uns, in uns ist. Nicht nur das, er selbst offenbart sich als „der Weg“ (Joh. 14,6), den wir erahnen, beschreiten sollen. Dies alles und, wie schon geschrieben, die Legenden rund um den heiligen Liborius haben mich bei der Erarbeitung des Ornates beschäftigt und erfasst. Dem heiligen Liborius wird in der Kunstgeschichte u.a. der Pfau als Symbol zugeordnet. Wobei es für mich heute nicht mehr darum geht einen Pfau zu applizieren, sondern diese Bilder zu vertiefen und ihnen nachzuspüren. Wie ein (stilisiertes) Pfauenauge verjüngen sich Strahlen vom Halsausschnitt bis zum Saum des Gewandes sowohl in der Breite als auch in der Höhe. Gold steht für die Kraft Gottes, Blau für die Paderquelle als Verbindung zu Paderborn und natürlich auch zur Taufe in Christus. Der Pfau hat der Legende nach den Paderbornern bei der Übertragung der Gebeine des Hl. Liborius den Weg gewiesen, so wie Christus auch uns den Weg weist. Seine Botschaft, sein Leben und sein Sterben am Kreuz bilden für uns Wegweiser in unserem Leben, für unseren Pilgerweg. Dies findet sich im Gewand des Hauptzelebranten wieder, der als Vertreter Christi Vorsteher des Gottesdienstes ist. Sämtliche Gewänder nehmen Bezug auf den Pfau, das Pfauenauge. Dieses gestalterische Grundprinzip wurde für alle Gewandformen übernommen – ob singulär oder mehrfach übereinander – und variiert.
Artikel aus dem Ausstellungskatalog
 

Hans-Josef Becker Erzbischof von Paderborn: Zum Geleit

Msgr. Joachim Göbel Dompropst: Vorwort

Domvikar Gregor Tuszynski: „Ihr Alle, die Ihr auf Christus getauft seid...“ (GAL 3,27)

Wolfgang Stracke: Zeitgenössische Kunst und liturgisches Gewand

Videodokumentation zum Ornat und zur Ausstellung

 
© Fotos: Julia Oppermann

Gestaltung der Lektionare für die deutschsprachigen Bischofskonferenzen

 

Die deutschsprachigen Bischofskonferenzen haben die Neugestaltung der Lektionare als Buchkunstwerk ausgeschrieben. Es sollte eine zeitgenössische, zeichenhafte Gestaltung ohne Schrift entwickelt werden. Zugleich soll durch Stil, Farbe und Form die Würde der Heiligen Schrift und die Erhabenheit liturgischen Feierns betont werden. Und es soll, gerade als Kunstwerk, entsprechend der Liturgiekonstitution des 2. Vatikanischen Konzils, "Zeichen und Symbol überirdischer Wirklichkeiten" sein (Sacorsanctum Concilium 122).

Die Lektionare als Aufbewahrungsort für das verschriftete Wort Gottes dienen der Liturgie, die der Höhepunkt ist, "dem das Tun der Kirche zustrebt" und die "zugleich die Quelle ist, aus der all ihre Kraft strömt" (Scorsantum Concilium 10).

Die von Christof Cremer in Zusammenarbeit mit Julia Oppermann gestalteten Lektionare zeichnen sich durch eine Reduktion und Verdichtung aus und bieten andererseits einen hohen Grad an Wiedererkennung und Unverwechselbarkeit.

Die Gestaltung spiegelt die Bedeutung und den Vorgang der Verkündigung des Wortes Gottes wieder. Die ursprünglich nur mündlichen Überlieferungen wurden verschriftlicht festgehalten und damit überall gleich rezitierbar. Innerhalb des Wortgottesdienstes wird der Buchstabe zum Klingen gebracht und das Wort Gottes breitet sich dynamisch wie in Wellen aus. Die farbigen Parabeln auf dem Einband stehen für die Ausbreitung des Wortes durch Sprechen und Lesen. Sie kommen aus der Unendlichkeit, gehen wieder dort hin, um wie in einer Echokammer weiter zu hallen. Der goldene Einband der Bücher unterstreicht die hohe Wertigkeit ihres Inhaltes.

Der in Heinsberg (D) geborene freischaffende Kostüm- und Bühnenbildner Christof Cremer lebt in Wien und arbeitet international. Neben seiner Tätigkeit für das Theater konzipiert und kuratiert Christof Cremer Ausstellungen und arbeitet als Szenograph. Eine weitere Facette seiner Arbeit bildet die sakrale Kunst. Hier umfassen seine Arbeiten die Entwicklung neuer liturgischer Geräte und Gewänder, sowie die Gestaltung von Kircheninnenräumen sowie Rauminstallationen.

Einbandgestaltung: atelier cremer / Christof Cremer, Julia Oppermann
© Visualisierung: Christopher Gruber
weiterführende Links:
Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

 

Jacobus Ornat – Hilden

Konzeption


Neben der Auseinandersetzung mit dem Leben des Hl. Jacobus und der über ihn verbreiteten Legenden, besuchte ich einige Gottesdienste der Gemeinde. Beides – Leben und Botschaft der Person Jacobus und der konkrete liturgische Vollzug – sowie der liturgische Raum, für den die Gewänder konzipiert wurden, waren und sind wesentliche Kulminationspunkte für meine Arbeit. Die Beschäftigung mit Fragen des Märtyrertums, der Geschichte von Märtyrerfesten, ihrer Bedeutung für das Werden der jungen Kirche und ihre Stellung im Leben von uns Heutigen waren für mich bedeutsame Grundlagen für die Konzeption des vorliegenden Ornates.
Aufruf zur Kreuzesnachfolge – Im Feiern eines Märtyrerfestes gedenken wir auf der einen Seite der konkreten Person und seiner Treue zu Christus und seines Glaubens, der diese Person befähigte Leid und Tod auf sich zu nehmen; auf der anderen Seite kann das konkrete Martyrium für uns Christen ein Beispiel, ein Vorbild, für unseren eigenen Weg im Glauben sein – wenngleich es immer wieder neu in die Zeit hinein „übersetzt“ werden muss. „Nehmt mein Kreuz auf Euch und folgt mir nach…“ diese unmissverständliche und doch auch Widerspruch-erregende Aussage Jesu gibt den Weg vor: Christliche Nachfolge – zumal Kreuzesnachfolge – kann nur getragen in und durch die Geborgenheit der Liebe Christi gelingen. Kreuzes-Nachfolge ist Glaubens-Nachfolge. Ich bin verleitet zu sagen: Auf jeden wartet ein weißes, leeres Kreuz….
Und dann ist da noch ein Zweites: „Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht.“ (2 Kor 4,10-12) So die Lesung zum Jacobus-Fest. Diesen Gedanken aufgreifend setzte ich in das Zentrum des Gewandes eine Brustplatte – wie ein Herzstück. Diese Brustplatte durchdringt das Gewand und damit den Körper des Trägers. Die Vorderseite der Brustplatte zeigt ein freigelegtes, vertieftes weißes und damit leeres Kreuz, das Kreuz, das auf uns wartet. Diese Brustplatte ist eingebettet in das goldene
T-Kreuz Christi, das Kreuz der Liebe und Geborgenheit. Die weiße Albe des Trägers wird deutlich sichtbar, sowohl im seitlichen, als auch im unteren Gewandabschluss und verlängert dadurch das goldene Kreuz von der Casel in die Albe und damit noch näher zum Träger hin. Es findet eine optische Überleitung statt. Die Gewänder nehmen durch ihre Saumlinie die Form des Spitzbogens der neogotischen Kirche auf. Diese gestalterischen Grundprinzipien wurden auf alle Gewandformen der unterschiedlichen Funktionsträger bzw. Funktionen übernommen. Das goldene Kreuz jedoch bleibt dem Hauptzelebranten vorbehalten, der als Vorsteher des Gottesdienstes der Vertreter Christi im Vollzug des  Gottesdienstes ist.



Artikel aus dem Katalog



Msgr. Ulrich Hennes: Anlass und Zielsetzung

Msgr. Ulrich Hennes: Der neue Mensch im neuen Kleid

Dr. Wolfgang Stracke: Ein Zeichenhafter Glücksfall



 

Fotos: © Julia Oppermann

 
Informationspavillion Festspielbezirk Salzburg 2030 - KULTUR BRAUCHT RAUM, Foto: JAN FRIESE

SZENOGRAPHIE

Erzählende Räume schaffen

Mit kreativen Konzepten verwandeln wir Museen, Ausstellungen und Installationen in lebendige, theatrale Erlebnisräume, in denen Objekte und Geschichten mit allen Sinnen erfahrbar werden. Als künstlerische Gesamtleitung realisieren wir Projekte ganzheitlich – von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung.
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Café Landtmann bei Nacht

Künstlerische Leitung und Gestaltung der Inszenierung
"Café Landtmann bei Nacht"
Auftraggeber:
Querfeld´s Wiener Kaffeehaus GmbH
Berndt Querfeld

Eröffnung: 10.4.2026
Künstlerische Leitung: Christof Cremer
Illustrationen: Atelier Christof Cremer / Jovan Sertic
Art Direction & Motion Graphics: ZONE Media GmbH
Media Technology: 7reasons GmbH
Projektsteuerung/Koordination: Derenko GmbH
Fotos: Moritz Scheer

Video: Inszenierung des Café Landtmann zur stimmungsvollen Abendlocation
https://youtu.be/UuMkj_AKxIA

 

100 Jahre Burgenland

Ausstellung
in der Friedensburg Schlaining, Stadtschlaining 
15. August 2021

Wir jagen … im Salzkammergut

Ausstellungsgestaltung
 
Marmorschlössl Bad Ischl, Kaiservilla Bad Ischl
13.5.2023 – 31.10.2023
 
Schon in der Antike stand Artemis als Göttin der Jagd mit Pfeil und Bogen Jägern und Tieren schützend zur Seite. Trotzdem war das Jagdwesen jahrhundertelang eine Männerdomäne. Bis jetzt, denn in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anzahl der Jägerinnen in Österreich nahezu verdoppelt. Ja, Girls hunt too, aber anders und mit viel medialer Präsenz. Hier entdeckt eine neue Generation eine traditionelle Kulturtechnik und pflegt ein wertvolles Brauchtum – und prägt ein modernes Verständnis der Jagd, das Naturschutz, Artenschutz und Wildpflege als Lifestyle entdeckt hat.

Die Ausstellung Wir jagen … im Salzkammergut gibt einen Überblick über die Geschichte der Jagd in der Region, von Jagdritualen über Jagdkleidung bis zu Jagdmusik.
 

Grafische Gestaltung: Julia Oppermann
Künstlerische Gesamtleitung und Gestaltung: Christof Cremer

 

Fotos: Michael Maritsch

Synagoge Schlaining

Ausstellung
in der ehemaligen Synagoge Schlaining, Stadtschlaining 
30. März 2022
Ehemalige Synagoge Stadtschlaining

Mit dieser restaurierten Synagoge wurde ein Ort der Mahnung und Erinnerung aber auch ein Ort des Dialogs, der Neugierde und des „sich-neu-Kennenlernens“ geschaffen.

Die nun fertiggestellte Dauerausstellung beleuchtet die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Stadtschlaining. Durch die ausgestellten Objekte und Texte wird jüdisches Leben, gewesenes, vernichtetes, aber auch heute gelebtes Sein, hier im Burgenland – wie auch der jüdischen Welt – präsentiert und nähergebracht.

Zentrales Element der Ausstellung ist die symbolische Form eines Davidsterns. Der Davidstern besteht aus sechs dreieckigen schwarzen Vitrinensäulen. Ein schwarzer Davidstern. Aber die Vitrinen leuchten - und somit leuchtet der Stern. Ein leuchtender Stern, der das jüdische Leben, historisch und heutig präsentiert. Ein leuchtender Stern für die Hoffnung auf eine leuchtende gemeinsame Zukunft im Verstehen.

Die ehemalige Synagoge beherbergt auch einen Ort des Gedenkens und der Erinnerung an die 1938 vertriebene und vernichtete jüdische Bevölkerung des Südburgenlandes. Der Leitgedanke „Dem Abwesenden Raum geben“ wird in Form einer fragmentarischen, stilisierten Rekonstruktion der Innenraumeinrichtung – als schwarzer Schatten – umgesetzt. Es geht um eine Wiederherstellung des räumlich-synagogalen Sinnzusammenhangs und um eine Rückführung in die Geschichte der Synagoge und der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner Stadtschlainings. Indem die Namen und Lebens-, Leidens- und Todesdaten der letzten Jüdinnen und Juden in die Bänke eingraviert sind, werden die Menschen und ihre individuelle Geschichte zurück nach Stadtschlaining gebracht. Damit sind sie der Auslöschung durch die Nationalsozialisten entrissen. Die Erinnerung an sie, an ihre Geschichte und an ihr Schicksal bleibt wach. Es gibt für die Opfer keinen Grabstein mit ihrem Namen. Jetzt, wo ihr Name in ehrendem Andenken in der Synagoge steht, dient die Installation als Grab- und Gedenkstein. Die Installation entzieht sich jeder Funktionalität und jedem Naturalismus, sie will nicht praktisch sein. Sie ist schwarz. Schwarz als Schatten, Schatten der Vergangenheit und Schatten des Schmerzes, als Ahnung dessen, was hier einmal war.

Damit ein solcher Ort entstehen kann, der informiert und berührt, dafür braucht es Menschen, die miteinander eine Vision entwickeln und verwirklichen und die intensiv und mit Leidenschaft zusammenarbeiten. Die zuständigen Institutionen des Landes Burgenland, die Leihgeberinnen und Leihgeber ebenso wie die israelitische Kultusgemeinde Graz, die israelitischen Kultusgemeinde Wien, LIKRAT, Misrachi Österreich sowie das Österreichische Jüdische Museum Eisenstadt und das Landesmuseum Burgenland.

Nicht zuletzt gilt der Dank dem Team rund um Mag. Norbert Darabos für das Vertrauen, das sie in meine Idee und Konzeption gesetzt haben! Und Prof. (FH) Mag. Awi Blumenfeld von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, der als wissenschaftliche- und jüdische Begleitung, das Projekt mit viele Leidenschaft betreut hat.

 

Auszüge aus Ausstellungs-Impressum:

Vorsitzender Lenkungsausschuss 100 Jahre Burgenland: Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil

KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH, Franz Schubert-Platz 6, 7000 Eisenstadt

Standort Friedensburg Schlaining

Geschäftsführung: DI Barbara Weißeisen-Halwax

Projektmanagement und Gesamtkoordination: Mag. Tanja Stacherl, Christoph Langecker

Wissenschaftliche Schirmherrschaft und Standortleitung: Mag. Norbert Darabos

Kuratierung: Mag. Christof Cremer

Wissenschaftliche & Jüdische Begleitung: Prof. (FH) Mag. Awi Blumenfeld

Ausstellungsgestaltung, Künstlerische Leitung und Gestaltung: Mag. Christof Cremer

Mitarbeit Entwurfsplanung: Mag. Franz Ehn

Detailplanung Ausschreibung Örtliche Bauaufsicht: RIGEWA Riedner Gepp Waldhör Architekten ZT GmbH, Arch. Dipl. Ing. Matthias Riedner

Multimedia: ZONE Media GmbH

Grafische Gestaltung: DI Julia Oppermann

Illustration: Jovan Sertić

Bauliche Ausstattung, Ausstellungsbau, Vitrinen und Szenografie: Winter Artservice

Projektleitung: Benjamin Reichert und Herbert Herl

Medientechnik: Winter Artservice und cat-x exhibitions Prix KG

Projektleitung: Florian Prix

Arthandling: vienna arthandling

weitere Informationen

ORF: Burgenland Heute - Beitrag zur Eröffnung der Synagoge

Klima & Ich

Ausstellung
im Museum Niederösterreich, St. Pölten

Haus für Natur

vom 22. März 2020 bis 29. August 2021

 

KuratorInnen: Therese Christine Brandl, Tino Blondiau, Erich Steiner
Künstlerische Gesamtleitung und Gestaltung: Christof Cremer
Grafische Gestaltung: Julia Oppermann

Weitere Informationen...
Plakat: Museum Niederösterreich St. Pölten
Photos: Daniel Hinterramskogler

Stonehenge

Verborgene Landschaften
in MAMUZ Museum Mistelbach
Ausstellungseröffnung 20.03.2016

Geschäftsführung MAMUZ: Matthias Pacher
Wissenschaftliche Gesamtleitung: Dr. Wolfgang Neubauer, Julian Richards
Künstlerische Leitung und Gesamtgestaltung: Christof Cremer
Künstlerische Raum- und Ausstellungsgraphik: Julia Oppermann
Projektleitung Ausstellungsproduktion: Matthias Pacher

Weitere Informationen
© Photos: MAMUZ / Niki Gail

Informationspavillion Festspielbezirk Salzburg 2030

Kultur braucht Raum
Künstlerische Gestaltung eines Informationspavillions
für den Festspielbezirk Salzburg 2030
Eröffnung: 28.06.2024
Auftraggeber: Clavis Kommunikationsberatung

Künstlerische Gesamtleitung und Gestaltung: Christof Cremer
Grafische Gestaltung: Julia Oppermann

Photos: Jan Friese

Der Ring des Nibelungen

Ausstellung
zu Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner

Oper Köln
26. September 2021
Am 26. September 2021 hatten nicht nur "Das Rheingold" und "Die Walküre" in Saal II Premiere sondern es wurde auch die Ausstellung über diesen Ring eröffnet. Ich durfte die Ausstellung konzipieren, gestalten und mit dem Team der Oper Köln gemeinsam realisieren. Die Ausstellung hat mehrere Funktionen.

 
1. sie dokumentiert, dass die Oper Köln unter der Intendanz von Dr. Birgit Meyer große Investitionen in die Kinderoper getätigt hat.
2. sie zeigt wie die szenische und musikalische Fassung angelegt und welches Regie- und Ausstattungskonzept hier zu Grunde liegt.
3. sie zeigt den künstlerischen Entwicklungsprozess der vier Produktionen.
4. sie zeigt wie Theater von der Idee bis zur Umsetzung funktioniert, durch alle Stufen.
5. sie zeigt die Arbeit der wunderbaren Abteilungen der Bühnen Köln
6. nicht zu Letzt ist auch ein Zeichen der Wertschätzung an die Abteilungen, deren Arbeit transparent gemacht wird.

Jedes einzelne Objekt der Ausstellung erzählt eine inhaltliche Geschichte, aber jedes Objekt zeigt auch die große fachmännische, kunsthandwerkliche, künstlerische Qualität der Gewerke der Bühnen Köln, jeder einzelne Abend der Tetralogie erzählt von der großen Umsicht, Fürsorge und Professionalität auf allen Ebenen!


Künstlerische Gesamtleitung und Gestaltung: Christof Cremer

 
Entwurf: Christof Cremer
Photos: Paul Leclaire
Bühnenbildvisualisierungen in der Ausstellung: Christopher Gruber
Kostümillustrationen in der Ausstellung: Andrea Költringer
Modellbau: Alice Dal Bello und Alexander Harvey
Kaffeesiederball 2026

FESTKULTUR

Die Kunst des Feierns zelebrieren

Prunkvolle Feste sind Gesamtkunstwerke – ein harmonisches Zusammenspiel aus Musik, Tanz, Kulinarik, Dekoration und erstklassigen künstlerischen Darbietungen. Mit kreativer Leidenschaft entwickeln wir maßgeschneiderte Konzepte und Inszenierungen für außergewöhnliche Feste und Veranstaltungen. Dazu zählt auch einer der glanzvollen Höhepunkte der Wiener Ballsaison, der Wiener Kaffeesiederball.
>> mehr dazu

Kaffeesiederball 2023

64. Wiener Kaffeesiederball
in der Wiener Hofburg am 3. Februar 2023
Auftraggeber: Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer
Künstlerische Gesamtgestaltung: Christof Cremer

weitere Informationen...

Opernballorchester & Bernd Fröhlich Orchester 
Musikalische Leitung: Laszlo Gyüker
Choreographie: Lukas Gaudernak
Kostüme: Christof Cremer
Kostümumsetzung: Tanja Raab

Fotos: © Ashley Taylor, © Andi Bruckner

Illustrationen Kostüme: Andrea Költringer

Hofburg Silvesterball 2019/2020

Silvesterball in der Wiener Hofburg
am 31. Dezember 2019
Auftraggeber: Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsges.m.b.H.

Künstlerische Leitung :
Christof Cremer
Herbert Fischerauer

Kostüme: Atelier Cremer
Illustrationen Kostüme: Andrea Költringer
Kopfputz: Mühlbauer Hut und Mode GmbH & CO KG

Informationen
Fotos: © Andreas Tischler, © Katharina Schiffl

Kaffeesiederball 2020

in der Wiener Hofburg am 14. Februar 2020
Auftraggeber: Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer
Künstlerische Gesamtgestaltung: Christof Cremer

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© Entwurf: Christof Cremer, Visualisierung: Tobias Colz

Hofburg Silvesterball 2018/2019

Hofburg Silvesterball
 
am 31. Dezember 2018
Auftraggeber: Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsges.m.b.H.
Künstlerische Leitung : Christof Cremer

 

Kartenreservierungen und Informationen
© Foto: Andreas Tischler

Barockfest in Schloss Hof

Barocker Kostümball

am 30. Juni 2012

Auftraggeber:
Marchfeldschlösser Revitalisierungs- und Betriebsgesellschaft
Künstlerische Leitung:
Christof Cremer

Schloss Hof, 2012

© Foto: Schloss Hof in einer zeitgenössischen Darstellung von Canaletto (1759)

Hofburg Silvesterball 2016/2017

Hofburg Silvesterball
 
am 31. Dezember 2016
Auftraggeber: Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsges.m.b.H.
Künstlerische Leitung : Christof Cremer

 

Informationen
© Logo: Wiener Kongresszentrum Hofburg

Kaffeesiederball 2009

„L’Ésprit français“
in der Wiener Hofburg
 
Auftraggeber: Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer
Künstlerische Gesamtgestaltung: Christof Cremer
 
Kongresszentrum Hofburg, 2009

© Foto: Michael Grinner

 

 

 

Hofburg Silvesterball 2017/2018

Hofburg Silvesterball
 
am 31. Dezember 2017
Auftraggeber: Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsges.m.b.H.
Künstlerische Leitung : Christof Cremer

 

Kartenreservierungen und Informationen
Diadem Philharmonikerball 2026, Foto: Atelier Cremer / Jovan Sertic

PRODUKTDESIGN

Symbiose von Inhalt und Form

Produktdesign geht weit über die reine Formgebung eines Objekts hinaus – es schafft vielmehr die Verbindung von Funktionalität, Ästhetik und der sinnlichen Erfahrung der Nutzer:innen. In unserem Atelier entstehen Entwürfe für eine Vielzahl von besonderen Anlässen und Anwendungen, z. B. kunstvoll gestaltete Diademe für die Debütantinnen großer traditioneller Wiener Bälle.
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KUNST

Mensch – Raum – Charakter

In seiner freien künstlerischen Arbeit widmet sich Christof Cremer grundlegenden Themen und Aspekten, die sich aus der großen Bandbreite seiner Tätigkeitsfelder entwickeln. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Reflexion kunst- und bauhistorischer Traditionen und der Auseinandersetzung mit deren Bedeutung im Heute.
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Fasteninstallation 2008

Fasteninstallation
in St. Ruprecht Wien

Synagoge Schlaining

Ausstellung
in der ehemaligen Synagoge Schlaining, Stadtschlaining 
30. März 2022
Ehemalige Synagoge Stadtschlaining

Mit dieser restaurierten Synagoge wurde ein Ort der Mahnung und Erinnerung aber auch ein Ort des Dialogs, der Neugierde und des „sich-neu-Kennenlernens“ geschaffen.

Die nun fertiggestellte Dauerausstellung beleuchtet die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Stadtschlaining. Durch die ausgestellten Objekte und Texte wird jüdisches Leben, gewesenes, vernichtetes, aber auch heute gelebtes Sein, hier im Burgenland – wie auch der jüdischen Welt – präsentiert und nähergebracht.

Zentrales Element der Ausstellung ist die symbolische Form eines Davidsterns. Der Davidstern besteht aus sechs dreieckigen schwarzen Vitrinensäulen. Ein schwarzer Davidstern. Aber die Vitrinen leuchten - und somit leuchtet der Stern. Ein leuchtender Stern, der das jüdische Leben, historisch und heutig präsentiert. Ein leuchtender Stern für die Hoffnung auf eine leuchtende gemeinsame Zukunft im Verstehen.

Die ehemalige Synagoge beherbergt auch einen Ort des Gedenkens und der Erinnerung an die 1938 vertriebene und vernichtete jüdische Bevölkerung des Südburgenlandes. Der Leitgedanke „Dem Abwesenden Raum geben“ wird in Form einer fragmentarischen, stilisierten Rekonstruktion der Innenraumeinrichtung – als schwarzer Schatten – umgesetzt. Es geht um eine Wiederherstellung des räumlich-synagogalen Sinnzusammenhangs und um eine Rückführung in die Geschichte der Synagoge und der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner Stadtschlainings. Indem die Namen und Lebens-, Leidens- und Todesdaten der letzten Jüdinnen und Juden in die Bänke eingraviert sind, werden die Menschen und ihre individuelle Geschichte zurück nach Stadtschlaining gebracht. Damit sind sie der Auslöschung durch die Nationalsozialisten entrissen. Die Erinnerung an sie, an ihre Geschichte und an ihr Schicksal bleibt wach. Es gibt für die Opfer keinen Grabstein mit ihrem Namen. Jetzt, wo ihr Name in ehrendem Andenken in der Synagoge steht, dient die Installation als Grab- und Gedenkstein. Die Installation entzieht sich jeder Funktionalität und jedem Naturalismus, sie will nicht praktisch sein. Sie ist schwarz. Schwarz als Schatten, Schatten der Vergangenheit und Schatten des Schmerzes, als Ahnung dessen, was hier einmal war.

Damit ein solcher Ort entstehen kann, der informiert und berührt, dafür braucht es Menschen, die miteinander eine Vision entwickeln und verwirklichen und die intensiv und mit Leidenschaft zusammenarbeiten. Die zuständigen Institutionen des Landes Burgenland, die Leihgeberinnen und Leihgeber ebenso wie die israelitische Kultusgemeinde Graz, die israelitischen Kultusgemeinde Wien, LIKRAT, Misrachi Österreich sowie das Österreichische Jüdische Museum Eisenstadt und das Landesmuseum Burgenland.

Nicht zuletzt gilt der Dank dem Team rund um Mag. Norbert Darabos für das Vertrauen, das sie in meine Idee und Konzeption gesetzt haben! Und Prof. (FH) Mag. Awi Blumenfeld von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, der als wissenschaftliche- und jüdische Begleitung, das Projekt mit viele Leidenschaft betreut hat.

 

Auszüge aus Ausstellungs-Impressum:

Vorsitzender Lenkungsausschuss 100 Jahre Burgenland: Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil

KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH, Franz Schubert-Platz 6, 7000 Eisenstadt

Standort Friedensburg Schlaining

Geschäftsführung: DI Barbara Weißeisen-Halwax

Projektmanagement und Gesamtkoordination: Mag. Tanja Stacherl, Christoph Langecker

Wissenschaftliche Schirmherrschaft und Standortleitung: Mag. Norbert Darabos

Kuratierung: Mag. Christof Cremer

Wissenschaftliche & Jüdische Begleitung: Prof. (FH) Mag. Awi Blumenfeld

Ausstellungsgestaltung, Künstlerische Leitung und Gestaltung: Mag. Christof Cremer

Mitarbeit Entwurfsplanung: Mag. Franz Ehn

Detailplanung Ausschreibung Örtliche Bauaufsicht: RIGEWA Riedner Gepp Waldhör Architekten ZT GmbH, Arch. Dipl. Ing. Matthias Riedner

Multimedia: ZONE Media GmbH

Grafische Gestaltung: DI Julia Oppermann

Illustration: Jovan Sertić

Bauliche Ausstattung, Ausstellungsbau, Vitrinen und Szenografie: Winter Artservice

Projektleitung: Benjamin Reichert und Herbert Herl

Medientechnik: Winter Artservice und cat-x exhibitions Prix KG

Projektleitung: Florian Prix

Arthandling: vienna arthandling

weitere Informationen

ORF: Burgenland Heute - Beitrag zur Eröffnung der Synagoge

Zelt Gottes

Fasteninstallation 2017
Auftraggeber:
Gemeinde St. Ruprecht
Künstlerische Leitung:
Christof Cremer

KUNSTINSTALLATION ZUR FASTENZEIT

„… ich bin in einer Zeltwohnung umhergezogen.“
(2 Sam. 7,6)
Zur Fastenzeit werden in vielen Kirchen Altarbilder verhüllt. Erst zur Feier der Auferstehung Jesu sind
sie wieder sichtbar. So soll auch der Blick geschärft werden auf Wesentliches.
In der Ruprechtskirche wird in diesem Jahr nicht verhüllt, sondern – ganz im Gegenteil – etwas
hervorgehoben, bewusst gemacht. Auch so soll der Blick geschärft werden auf Wesentliches.
Einige Assoziationen, die beim Betrachten der goldenen Folie möglich sind:
Baldachine gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Sie waren einerseits Sonnenschutz für den
Herrscher und ein klares Zeichen dafür, wo sein Platz, sein Sitz ist.
Die Christen übernahmen den Baldachin ebenfalls als Ehrenzeichen – für Bischöfe, den Papst und
später auch als „Himmel“ über dem Tabernakel oder bei Prozessionen.
König David lässt die Bundeslade, das Zeichen des „Ich-bin-da“, in ein Zelt bringen. Das Zelt wird so zu
dem Ort, wo Gott wohnt.
In dem Text der Offenbarung im Neuen Testament ist zu lesen: „Da hörte ich eine laute Stimme vom
Thron her rufen: Seht, das Zelt Gottes (die Wohnung Gottes) unter den Menschen!“
Der goldene Baldachin über dem Altar ist wie ein Zelt gespannt über dem Ort, an dem seit
Jahrhunderten des Todes und der Auferstehung Jesu gedacht wird und Abendmahl vollzogen wird.
Die goldene Folie, scheint zu schweben, reagiert auf Thermik, ist filigran und federleicht. Und doch ist
sie Schutz: Es wurde für dieses Zelt Rettungsfolie verwendet, in die Menschen bei Unfällen gehüllt
werden. Rettungsfolie, die Flüchtlinge erhalten, wenn sie nach dramatischer und lebensgefährlicher
Fahrt übers Meer am Festland ankommen.
Die Folie reflektiert, wirft goldenes Licht zurück; es scheint, als werden jene, die darunter Schutz,
Geborgenheit suchen zu Königinnen und Königen.
Das Gold der Folie ist auch ein Hinweis auf das kommende Osterfest, auf die Auferstehung Jesu.
Der Künstler Christof Cremer, der diese Kunstintervention gestaltet hat, sagt: „Dieses Zelt, diese Folie
ist für mich auch ein Zeichen für Christus: Er ist unsere Rettungsfolie.“
© Foto: Christof Cremer

Altarverhüllung – Fasteninstallation

Fasteninstallation 2005

Das für die Ruprechtskirche konzipierte Projekt setzt sich mit der alten kirchlichen Tradition der „Verhüllung“ auseinander, die bis ins 10. Jahrhundert zurück reicht. Im Zuge der Fasteninstallation 2005 wurde der Altar mittels einer künstlerisch gestalten Hülle „verschleiert“. Auf die Hülle ist das Abbild des Altars in einem Farbverlauf von lila bis weiß gedruckt.
Der Druck gleicht einem Röntgenbild, er macht sichtbar, holt „ans Licht“, ist so auf eine bestimmte Art durchscheinend. Durch diese Gestaltung wird die Struktur des Altars – der gemauerte Block – in seiner Form und Vielschichtigkeit dem Betrachter näher gebracht; der Betrachter wird zu einem neuen Schauen hingeführt. Der Altar ist verhüllt und trotzdem - oder gerade deshalb
besonders präsent. Durch die Verhüllung des Altars entsteht für den Besucher und den Teilnehmer an den liturgischen Feiern ein neues Raumgefühl; sie ermöglicht eine neue, tiefe
Erfahrung des Kommenden. Die Verhüllung nimmt auch Bezug auf die Schriften des Zefania, jenes Buch der Bibel, das in der Fastenzeit 2005 in St.Ruprecht bei den Gottesdiensten gelesen wird
und das von der Buße hin zur Hoffnung führt. Während der Feier der Osternacht wird der Altar enthüllt. Der Altar wird neu wieder entdeckt.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit von Julia Oppermann und Christof Cremer.

Benediktsregel

Installation
im Benediktinerstift Admont, 2007

Annäherung

Als Grundgedanke liegt dieser Arbeit die Aussage der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils zugrunde: In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen Liturgie teil, die in der heiligen Stadt Jerusalem gefeiert wird, zu der wir pilgernd unterwegs sind (Sacrosanctum Concilium I,8).

Der Weg des Menschen, des Christen, des Pilgers wird in der Installation versinnbildlicht. Als Verbindung zwischen dem Paradies als Ursprung, das im Alten Testament im Buch Genesis beschrieben wird, und der Verheißung des Paradieses im Neuen Testament dienen Taufschale und Altar. Sie stehen für die Quelle – die Eucharistie, aus der sich das Leben des Christen speist. Sie stehen aber auch für Anfang und Ende.

Ein Weg aus Sand, ein Verweis auf den Weg des Volkes Israel durch die Wüste, führt den Betrachter mit Textauszügen vom Taufbecken, welches das Genesis-Paradies beschreibt, zum Altar, der Texte aller vier Evangelien (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermorgen) sowie das Vaterunser trägt. Um den Altar sind die Gewänder – wie für die Feier der Eucharistie – gruppiert, gleichsam zeichenhaft für die Vorauskostung der himmlischen Liturgie. In die Installation integriert sind Zitate aus der Benediktsregel als Lebens- und Glaubensweisheit, als Wegweiser auf dem Pilgerweg zu Gott und damit ins Paradies.

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